Ziele und Angebote des Unternehmenswerkes BASSY

 

Zur Einstimmung einige Daten zum weltweiten demographischen Wandel

In Deutschland wird nicht nur viel über den demographischen Wandel gesprochen und geschrieben. Man sieht ihn auch. Oft dominieren im öffentlichen Raum die Alten. Dem Klischee einer gewissen Hinfälligkeit genügen sie aber schon lange nicht mehr. Gruppen rüstiger Senioren wandern gemeinsam oder touren per Bike durch die Landschaft. Sie füllen Museen, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen.

Immer wieder wird bei Reisen in fremde Länder dort eine andere Altersstruktur als zu Hause wahrgenommen. „Dort sieht man noch schöne Jugend“, heißt es dann.

Wie weit treffen unsere subjektiven Alltagserfahrungen zu?

Die beiden Tafeln vermitteln einen Eindruck vom demografischen Wandel, der über den eigenen Horizont hinausgeht. Die Perspektive ist global und janusköpfig: Die erste Tafel geht in die Vergangenheit, die zweite zeigt Prognosen (die im Bereich der Demographie viel sicherer sind als technikorientierte Zukunftsvisionen).

Die Daten offenbaren, dass ein dramatischer demographischer Wandel über viele Jahrzehnte ein globales Phänomen der Bevölkerungsentwicklung war bzw. sein wird.

In vielen hochentwickelten Ländern kann der demographische Wandel als nachhaltiger Erfolg ihrer Sozialsystem angesehen werden:

  • Die mittlere Lebenserwartung steigt,
  • der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung wächst und
  • die „geschenkte“ Zeit ist zu großem Teil durch hohe Lebensqualität gekennzeichnet.

Mit diesen grundsätzlich positiven Aspekten sind jedoch auch große Herausforderungen verbunden, die nur in interdisziplinärer Zusammenarbeit, z.B. im Bereich der Forschung und Entwicklung, bewältigt werden können. Deshalb haben sich einige Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen mit verschiedenen Kompetenzen in dem organisatorischen Netzwerk BASSY zusammengeschlossen.

LandAnteil der Menschen im Alter von 65 und darüber (in %)1)Anstieg in 10 JahrenLebenserwartung bei der Geburt im Jahr 2010 (in Jahren)2)
20012011MännlichWeiblich
Deutschland3) 17,00 21,00 23,5 78,00 83,00
USA 12,34 13,30 7,8 76,20 81,10
Brasilien 5,68 7,19 26,6 69,68 79,69
Japan 17,73 23,39 31,9 79,60 86,40
China 7,10 9,10 28,2 71,60 75,03

Dramatische Zahlen: Spiegelbild positiver Entwicklungen und großer Herausforderungen

Quellen:  
1) World Bank
2) Statista 2013
3) Statistisches Bundesamt (Daten für 2000 und 2010)

Zum Vergleich: Lebenserwartung in Zentralafrika bei Geburt im Jahr 2013: 51 Jahre

 

 2010Prognose für 2015
RegionGesamtbe-
völkerung in Mio.
über 65-jähr. in Mio.%Gesamtbe-
völkerung in Mio.
über 65-jähr. in Mio.%
Welt 6.550 524 8 7.636 840 11
Europa 744 119 16 729 153 21
Nordamerika 346 45 13 400 72 18
Asien 3.986 279 7 4.790 479 10
Afrika 900 36 4 1.500 60 4

Prognostizierte Entwicklung der Anteile von Senioren (über 65-Jährige) an der Gesamtbevölkerung in verschiedenen Regionen der Welt.

Quelle: United Nations / WHO

Alltagstechnik – Lösung oder Teil von Problemen?

Jeder hat sicher schon des Öfteren die Schere gespürt, die sich zwischen immer komplexer werdenden technischen Angeboten zur Beherrschung von Situationen im Alltag und den eigenen Fähigkeiten zur Nutzung dieser Angebote öffnet. Man steht gerade unter Zeit- und Erfolgsdruck, es wird einem  neue technische Assistenz angeboten, aber statt Hilfe gibt e